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Was ist hier rassistisch?
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gest. Jan. 2005, im Alter von 21 Jahren in Dtl., Flüchtling aus Guinea - Kann ein Häftling unbemerkt in einer Polizeizelle verbrennen, wenn mehrere Beamte Dienst tun; ein Rauchmelder und eine Gegensprechanlage zur Zelle funktionieren?
- Laut Polizeiangaben wurde Oury Jalloh in angetrunkenem Zustand in Gewahrsam genommen. Er wurde in einer Zelle an eine Matratze gefesselt (arretiert), so dass er sich kaum noch bewegen konnte. Die letzte Überprüfung der gefliesten Zelle erfolgte etwa zehn Minuten vor Ausbruch des Feuers. Danach soll es dem gefesselten Asylbewerber gelungen sein, aus seiner Tasche ein Feuerzeug zu fischen und seine Kleidung zu entzünden.
- Über die Sprechanlage konnte der diensthabende Polizist die Zelle im Kellergeschoß abhören. Wegen eines Telefonats stellte der Beamte die Anlage zwischenzeitlich leise. Später hörten er und eine Kollegin „plätschernde Geräusche“, während gleichzeitig der Rauchmelder Alarm auslöste. Der Dienstgruppenleiter schaltete den Feueralarm vollständig ab, weil die Rauchmelder schon mehrfach falsch angeschlagen hätten. Erst als auch der Lüftungsschalter anschlug und das „Plätschern“ lauter wurde, machte er sich auf den Weg zur Zelle. Wegen der Rauchentwicklung gelang es nicht, den an die Matratze gefesselten Mann zu retten. Oury Jalloh verbrannte am lebendigen Leib, vermutlich bei vollem Bewußtsein. Gegen den Dienststellenleiter Andreas S. läuft als Hauptangeklagten seit dem letzten Jahr ein Verfahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge.
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16 Jahre alt, vor vier Monaten aus Afghanistan nach Deutschland geflohen - In den vier Monaten, in denen ich hier bin, war ich zweimal in Frankfurt. Und beide Male hat mich die Polizei angehalten. Sie sagten mir, ich hätte da nichts zu suchen, und sie haben mich durchsucht. Sie haben gefragt: ”Hast Du Haschisch, hast Du Heroin?” Und sie haben mir den Ausweis weggenommen und gesagt, ich müsste 40€ bezahlen. Ich habe gesagt: ”Warum darf ich nicht hier sein? Das wusste ich nicht. Ich hatte gedacht, ich könnte überall hingehen, so wie die anderen Menschen.” Und da sagten sie mir, dass ich Darmstadt nicht verlassen darf, dass ich nirgendwo anders hingehen darf.
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44 Jahre alt, schwarze Brasilianerin, seit zehn Jahren in Deutschland - Ich ging dann zum Tanzkurs, und es waren vielleicht zehn Frauen da. Wir haben also angefangen. Da kommt eine Frau zu mir und sagt: "Ach, ich werde nie Samba lernen. Ich kann das einfach nicht. Ich habe das nicht im Blut. Ich werde nie Samba lernen, so wie Du nie Walzer lernen kannst."
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45 Jahre alt, vor 20 Jahren aus Thailand nach Deutschland gekommen - Es ist nicht so, dass ich angegriffen oder direkt verletzt werde. Wenn ich so darüber nachdenke, ist es eher das Nichtwahrnehmen. Du bist ihnen gleichgültig. Entweder bist du gar nichts, dass heißt, du wirst gar nicht als Person wahrgenommen. Oder wenn du bemerkt wirst, dann nur als Exotin. Ich, als Person, werde nicht wahrgenommen, als Frau mit einem bestimmten Hintergrund, mit bestimmten Eigenschaften. Sondern es klickt dann sofort: Klar, eine Thailänderin. Ob er sie vielleicht gekauft hat und so weiter.
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